„Hallo Chef ich bin schwanger!“

Sie werden vermutlich nicht mit diesem Satz in das Büro Ihres Vorgesetzten reinplatzen, um ihn über das freudige Ereignis zu informieren. 

Bestenfalls haben Sie sich vorher schon darauf vorbereitet, wie Sie es Ihrem Vorgesetzten mitteilen, ohne direkt mit der Tür ins Haus zu fallen.

Die anderen Umstände bereiten den Chefs nämlich meistens auch Umstände. 

Das Projekt z.B. welches gestern erst vertrauensvoll in Ihre Hände gelegt wurde, muss nun von jemand anderem übernommen werden, es muss adäquater Ersatz für die Dauer des Mutterschutzes und gegebenenfalls die Elternzeit gesucht werden und das Mutterschutzgesetzt tritt in Kraft. Ganz abgesehen davon, dass es in einigen Berufen ein sofortiges Berufsverbot gibt oder eine drastische Einschränkung der Arbeitszeiten notwendig ist.

Aber kehren wir zum eigentlichen Thema zurück, wie sage ich es meinem Vorgesetzten, dass ich mich in anderen Umständen befinde? Und vor allem wann sollte ich ihn/sie über dieses freudige Ereignis in Kenntnis setzen?

Zuerst einmal ist es wichtig, dies in einem persönlichen Gespräch zu tun. Eine Nachricht per E-Mail oder telefonisch (außer in Zeiten von Corona) ist nicht angebracht. Immerhin ändern sich bei der werdenden Mami die Lebensumstände, dies muss man auch dementsprechend würdigen. Das persönliche Gespräch sollte definitiv nicht zwischen Tür und Angel stattfinden, sondern ein geplanter Termin sein. 

Im Betreff die Schwangerschaft anzugeben empfehle ich Ihnen nicht, dies macht das ganze Gespräch nämlich sinnlos… wählen Sie besser den Betreff: Persönliche Angelegenheit.

Kommen wir nun zum richtigen Zeitpunkt, das werde ich tatsächlich ganz oft von meinen Klientinnen gefragt. Dafür gibt es leider keine allgemeine Antwort – es ist größtenteils abhängig von der Art der Beschäftigung und wie sich die Mami fühlt. Es gibt werdende Mamis, die es schon nach dem positiven Test freudestrahlend allen mitteilen, aber auch welche, die es für sich behalten, bis man das Bäuchlein nicht mehr übersehen kann.  

Wichtig ist hierbei nur : der Arbeitgeber kann Sie erst schützen, wenn er auch weiß, dass Sie schwanger sind.

Der Tag ist gekommen, Sie sitzen bei Ihrem/Ihrer Vorgesetzten im Büro und teilen ihm/ihr das freudige Ereignis mit. Sie sind gespannt, wie reagiert er/sie wohl darauf? 

Jetzt kann ich Sie tatsächlich beruhigen, die meisten Chefs freuen sich mit Ihnen 😉 Und falls nicht, behalten Sie bitte jederzeit im Hinterkopf: für eine Schwangerschaft muss man sich nicht rechtfertigen und die einzige Reaktion, mit der Sie rechnen sollten, ist eine herzliche Gratulation!

Gerne möchte ich Ihnen noch etwas mit auf den Weg geben, seien Sie offen mit Ihrem Vorgesetzten, erhalten Sie die Kommunikation auch während Ihrer Abwesenheit aufrecht und informieren Sie ihn frühzeitig, falls sich etwas an Ihren Lebensumständen ändert (Verlängerung/Verkürzung der Elternzeit, Umzug, weitere Schwangerschaft, o.ä.).

Spätestens wenn Sie wieder in Ihren Beruf zurückkehren freuen Sie sich über die offene Kommunikation und das dadurch entstandene Vertrauen. 

Benötigen Sie noch weitere Tipps zu Schwangerschaft und Arbeitgeber? Schreiben Sie mir eine Nachricht und ich setze mich gerne mit Ihnen in Verbindung! 

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